Regatta segeln
... mehr speed durch höhere Geschwindigkeit ...
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Rückblick: Der 21. Argencup
vom 28.8. bis 29.8.2010 vor Langenargen
Am letzten Augustwochenende ist schon traditionell Argencup- Weekend. Regattaleiter Jürgen Graf und sein Team konnten auf der zum Bodensee Pokal zählenden Up- and Down Regatta mit Windverhältnissen zwischen 2 und 5 Beaufort insgesamt 4 Wettfahrten in den Wertungsgruppen Yardstick 1 bis 3, ORC Club und ORC Sport und der Klasse der International 806 durchführen.
Natürlich kam auch die After Race Party am Samstag nicht zu kurz, wobei es durchaus schon vor Mitternacht einige Ausfallerschinungen gab - die aber nicht auf übermäßigen Alkohol, somdern auf die anstrengenden Wettfahrten zurückzuführen waren.
Bilder und mehr Kommentare demnächst - alle Ergebnisse unter www.argencup.de
Die Sieger:
| YST 1 | |||||
| 1 |
GER 5779 |
Mystique 2 |
Merwarth, Klaus |
A-35 |
YCL |
| 2 |
AUT 9 |
Svenja |
Ewart, Mike |
Juwel 34 B Top |
YCRhd |
| 3 |
SUI 48 |
Ecstasea |
Staub, Charles |
Esse 850 |
SVM |
| YST 2 | |||||
| 1 |
AUT 101 |
Santana |
Heinzle, Kurt |
Dehler Optima 101 |
YCRhd |
| 2 |
AUT 10 |
Slow Down |
Thaler, Thomas |
Emka 43 |
YCH |
| 3 |
AUT 66 |
Simma,Hanspeter |
BSC |
||
| YST 3 | |||||
| 1 |
GER 4574 |
DEHLERIUM |
Müller, Steffen |
Dehler 28 |
|
| 2 |
GER 2 |
VELA |
Hoffmann, Ole |
Cross 25 |
STSG |
| 3 |
X |
Gisela |
Amberger, Klaus-Peter |
Wagner 97 |
|
| ORC Club | |||||
| 1 |
G 1042 |
Opal III |
Grauer, Helmut |
Nissen 10m |
YCL |
| 2 |
GER 1 |
Midlife Crisis |
Schildhauer,Walter |
SPW 9.5 |
KS |
| 3 |
GER 5859 |
Tognum |
Janke, Michael |
JV 53 |
CKA |
| ORC Sport | |||||
|
AUT 033 |
escape |
Gschwandtner,Markus |
Esse 850 |
YCRhd |
|
|
GER 5411 |
YES WEEKEND |
Siegle, Robert |
Platu 25 |
RCR |
|
|
GER 1175 |
Jester |
Gärtner, Lutz |
J80 |
KS |
|
| INT 806 | |||||
| 1 |
GER 527 |
Sverre |
Samland, Günter |
806 |
YCL |
| 2 |
SUI 437 |
Pulce d'acqua |
von Buschmann,Dieter |
806 |
YCA |
| 3 |
G 456 |
Katapult |
Pulter, Armin |
806 |
YCL |
| Scholz 22 | |||||
| 1 |
15 |
Graf, Thomas |
Scholtz 22 |
CKA |
|
| 2 |
1 |
Kicherer, Dr. Andreas |
Scholtz 22 |
STSG |
|
| 3 |
10 |
Treumann, Silke |
Scholtz 22 |
STSG |
Quo vadis Rund Um?
Die Rund um 2010 - was soll man sagen?
Von 388 gemeldeten Schiffen kamen nur 31 ins Ziel. Davon 6 Liberas und 7 Kats. Bis auf wenige Ausnahmen waren die Schiffe, die "durchkamen", reine Rennmaschinen.
Für mich als Nicht-Profi-Low-Budget Regattasegler stellen sich damit erneut die Fragen - wie jedes Jahr direkt nach der Rund Um: Warum tun wir uns das an? Warum gibt es keine Bahnverkürzung?
Im Vorfeld, in den Pressemitteilungen wurde auf das Thema Bahnverkürzung eingegangen und diese mit dem Argument, daß es ja einmal rund um den See geht und sonst der Name keinen Sinn macht und mit der Unmöglichkeit der Organisation bei so vielen Schiffen eher abgelehnt.
Eine Traditionsregatta, denn dies war die 60. Rund Um, muß schon mit der Zeit gehen. Und das heißt bei einer gewaltigen Spreizung im Yardstick und in der Technik der Schiffe auch eine Anpassung an die Bahn. Der olympische Gedanke, der vielen Seglern bei Regatten Motivation und Ansporn ist - ankommen ist alles - kommt bei der Rund Um zu kurz.
Die technische Durchführbarkeit ist in Zeiten von Tracking Systemen und I-Phone Apps nicht wirklich ein Problem. Das Anzeigen von Bahnverkürzung per Licht- , Flaggen oder Schallsignalen doch auch nicht. Laßt doch die Liberas, Kats und Renner bei solch flautigen Bedingungen bis Überlingen, die YST 85-102 bis Meersburg via Romanshorn und die klein-blau-Bander in Meersburg zurücksegeln. Wo ist das organisatorische Problem?
Die "armen Leute" mit Yardsticks um die 100 sind in der derzeitigen Durchführung der Rund Um nur das zahlende Volk, daß mit den höchsten Startgeldern für eine Regatta am See dafür sorgt, daß die HighTech Schiffe eine schnelle Nachtregatta segeln können. Gewinnen könnten "die kleinen" auch - wenn man sie wenigstens ankommen ließe.
Wir werden uns nächstes Jahr hinter den Rheindamm legen, die schöne Szenerie beim Start ansehen, 3 Stunden einfach mitsegeln und danach in Altenrhein oder sonstwo den Grill anheizen, nett Bierchen trinken und die laue, windstille Sommernacht genießen.
Dieser Text ist eine persönliche Bilanz und Sichtweise, nachdem wir nach wachen, kalten und heißen 26 Stunden etwa 1,8 nautische Meilen vor Lindau aufgeben mussten, weil uns die Zeit weggelaufen war.
Ole Hoffmann, GER 2 "vela"

